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Wie war das jetzt mit den IOOO Kilometern, Stefan?
Die Nachlese.


(Teil III)
 
 

Das war der Besuch im Morgenkreis der Tom-Mutters-Schule der Lebenshilfe Kempten für Mädchen und Buben mit geistiger und oftmals auch mehrfacher körperlicher Behinderung vor dem Laufstart am 15. April. „Dieser Besuch war eine ganz besondere Erfahrung für mich. Als ich diese Kinder gesehen habe, wie sie gelassen mit ihren Schicksalen umgehen, wie sie trotzdem so gut gelaunt sind und sich über das, was jetzt ist, freuen können, da hat sich so vieles relativiert,“ erzählt Stefan. „Da kamen mir meine eigenen Geschichten so lächerlich vor. Selten vorher habe ich so deutlich gesehen, wie Menschen Spaß am Leben haben können, obwohl sie für jeden Schritt Hilfe brauchen, obwohl es so vieles gäbe, was ihnen die Freude am Leben komplett nehmen könnte.“

Typisch Stefan, hat er schon einen Begriff gefunden, wie dieses Gefühl der Relativierung in ihm nachhallt. „Think pink,“ beschreibt er es, also „bleib’ locker, hol’ erst einmal tief Luft und mach’ es dir nicht schwerer, als es sowieso ist.“ Worauf wir auf Empfehlungen für andere Sportler zu sprechen kommen, die er jetzt, nachdem er all diese Erfahrungen gemacht hat, vielleicht abgeben will oder kann.

„Das ist sehr schwierig, weil jeder ein ganz eigener Sportlertyp ist, jeder seinen ganz eigenen Charakter mitbringt,“ antwortet Stefan zurückhaltend. „Wer einen Ultra-Marathon laufen will, der sollte erst einmal selbst versuchen, seinen körperlichen und seelischen Zustand nüchtern auszuloten, sein ‚momentan’ richtig einzuschätzen,“ sagt er. „Und dann durchaus mit fremder Hilfe eine Ist-Soll-Analyse machen und das angestrebte Ziel mit dem, was da ist, in Relation setzen.“ Und betont in diesem Zusammenhang, zur richtigen Einschätzung eines solchen Vorhabens bewusst, dass er ja 20 Jahre Hochleistungssport mitbrachte, 6,7 manchmal sogar 8 Stunden Training pro Tag gewohnt war. „Natürlich bringe ich daher andere Voraussetzungen mit“, sagt er, „mein Muskelkostüm ist ein anderes, als das eines Freizeitsportlers. Das hat meine Gelenke geschützt und meine Beinmuskulatur musste ich nicht erst aufbauen.“

Stefan sieht die Sache mit der richtigen Ernährung, den ganzen ‚Information Hype’ um Mineralstoffe, Vitamine & Co., verhältnismäßig kritisch und gibt sich überzeugt, dass auch auf diesem Gebiet jeder (Extrem-)Sportler selbst am besten weiß (wissen müsste), was gut für ihn ist und was schlecht. Trotz dieser „somatischen Intelligenz“ sei es wichtig, dass man sich darüber im Klaren ist, dass der Körper ab einer bestimmten, regelmäßigen Belastung nicht mehr alle notwendigen Stoffe über die normale Ernährung aufnehmen kann. Deshalb sei er rückblickend auch sehr dankbar, dass ihm hochwertige Nahrungsergänzungsmittel zur Verfügung standen, die ihn während des Laufs und während der entscheidenden Regenerationsphase unterstützt haben und seine Kräfte „bei Laune hielten“.

 

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